20
Mai
2026
|
10:00
Europe/Amsterdam

Firestone startet mit Enliten Technologie beim 110. Indianapolis 500

Zusammenfassung

Firestone

Mit einer langen Tradition beim Indianapolis 500® im Rücken startet Firestone zum Indianapolis Motor Speedway für die 110. Ausgabe des „Greatest Spectacle in Racing“. Für das Starterfeld der 33 Fahrer stellt Firestone insgesamt fast 5.000 Firestone Firehawk Indy 500 Rennreifen mit Enliten Technologie bereit. Die Rennreifen wurden speziell für die Anforderungen des 2,5-Meilen-Ovals entwickelt und begleiten die Teams durch sämtliche Phasen des Rennwochenendes – von den ersten Trainingsrunden über das Qualifying bis hin zum finalen Sprint über 500 Meilen. Dabei stehen konstante Performance, Kontrolle und Zuverlässigkeit unter extremen Rennbedingungen für Mensch und Technik im Fokus.

Hinweise zur Enliten Technologie

Die Firestone Firehawk Indy 500 Rennreifen integrieren zentrale Komponenten[1] der globalen Bridgestone Enliten Technologie. Dazu gehören unter anderem recycelter Stahlwulstdraht in allen rechtseitigen Reifen sowie ISCC PLUS-zertifizierte Monomere wie Butadien und Bio-Styrol, die aus Reststoffen der Palmölverarbeitung[2] gewonnen werden. Die Enliten Technologie wurde entwickelt, um maßgeschneiderte Performance mit einem stärkeren Fokus auf Nachhaltigkeit zu verbinden. Sie kommt sowohl bei Pkw-Reifen wie dem Firestone Firehawk Indy 500 V2 Ultra-High-Performance-Sommerreifen als auch im Nutzfahrzeug- und Motorsportsegment zum Einsatz.

Bereits seit 2023 nutzt Firestone für den Firehawk Indy 500 Rennreifen Materialien aus schwer recycelbaren Kunststoffen. Seit 2024 werden zusätzlich Materialien eingesetzt, die aus Reststoffen der Palmölverarbeitung gewonnen werden. Sämtliche Firestone Firehawk Rennreifen für das Indianapolis 500 sowie die NTT INDYCAR SERIES werden im ISCC PLUS-zertifizierten Advanced Tire Production Center (ATPC) von Bridgestone produziert. Firestone nutzt den Motorsport gezielt als Entwicklungsplattform, um den Einsatz recycelter und erneuerbarer Materialien sowie neue Ansätze für das Reifenrecycling unter Rennbedingungen zu testen und weiterzuentwickeln.

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Technische Besonderheiten der Firestone Rennreifen

Jeder Firestone Firehawk Indy 500 Rennreifen wird speziell für seine jeweilige Position am IndyCar entwickelt. Gummimischung und Konstruktion sind individuell auf die Anforderungen des Indianapolis Motor Speedway abgestimmt – alle vier Reifen eines Fahrzeugs unterscheiden sich voneinander.

Exklusiv beim „Greatest Spectacle in Racing“ verfügen die Firestone Firehawk Indy 500 Rennreifen über ein farblich gekennzeichnetes Firestone „F-shield“-Logo, das die jeweilige Fahrzeugseite markiert:

  • Rot kennzeichnet Reifen für die rechte Fahrzeugseite

  • Weiß kennzeichnet Reifen für die linke Fahrzeugseite

Pro Fahrzeug stehen 31 Reifensätze zur Verfügung. Zusätzliche Reifensätze für das Qualifying zum Indianapolis 500 werden von INDYCAR festgelegt.

Motorsport als Entwicklungsplattform für neue Technologien

„Die Firestone Indy 500 Rennreifen 2026 bauen auf der starken Performance des vergangenen Jahres auf. Konstruktion, Design und Gummimischungen entsprechen weitgehend der Spezifikation aus 2025. Der größte Fortschritt liegt in diesem Jahr im Bereich nachhaltiger Materialien: So kommt nun recycelter Stahlwulstdraht in allen Reifen der rechten Fahrzeugseite zum Einsatz“, erklärt Cara Krstolic, Director Race Tire Engineering & Manufacturing. „Darüber hinaus ersetzen wir bereits zum vierten Mal in Folge einen Teil der erdölbasierten Monomere in der Seitenwand durch Alternativen. Die Tests im April haben bestätigt, dass diese Weiterentwicklungen keinerlei Auswirkungen auf die Performance der Reifen haben.“

„Firestone Racing dient uns als mobiles Labor, um neue Technologien unter extremsten Bedingungen zu testen und weiterzuentwickeln“, sagt Lisa Boggs, Director Bridgestone West Motorsports. „Die Integration der Enliten Technologie ist der nächste Schritt unseres Anspruchs, Performance und Nachhaltigkeit ohne Kompromisse miteinander zu verbinden – unter anderem durch den Einsatz modernster Materialien.“

Firestone blickt auf mehr als ein Jahrhundert Motorsportgeschichte zurück

  • Bereits im August 1909 gewann Barney Oldfield ein 300-Meilen-Rennen auf dem neu eröffneten Indianapolis Motor Speedway auf Firestone Reifen.
  • Beim ersten Indianapolis 500® im Mai 1911 sicherte sich Ray Harroun auf dem Marmon Wasp den Sieg – ebenfalls auf Firestone Reifen.
  • Seit dem Jahr 2000 ist Firestone exklusiver Reifenpartner des Indianapolis 500 sowie der NTT INDYCAR SERIES® und begleitet die Rennserie damit seit mehr als einem Vierteljahrhundert.
  • Mit dem Sieg von Alex Palou und Chip Ganassi Racing beim Indianapolis 500 im Jahr 2025 feierte Firestone bereits den 76. Erfolg bei diesem traditionsreichen Rennen – mehr als doppelt so viele Siege wie alle anderen Reifenhersteller zusammen.
  • Von August 2025 bis August 2026 feiert Firestone zudem sein 125-jähriges Bestehen. Der Motorsport bleibt dabei ein zentraler Bestandteil der Innovationsgeschichte des Unternehmens. Bereits seit den frühen 1900er-Jahren dient der Rennsport als Entwicklungsplattform für neue Materialien und Technologien, deren Erkenntnisse bis heute in die moderne Reifenentwicklung einfließen – weit über die Rennstrecke hinaus.

Firestone feiert 125-jähriges Jubiläum im Indianapolis Motor Speedway Museum

Besucher des Indianapolis Motor Speedway Museum können mit der Ausstellung „Firestone at The 500“ die langjährige Partnerschaft zwischen Firestone und dem Indianapolis Motor Speedway erleben. Bereits Harvey Firestone bezeichnete die Rennstrecke als „großes Freiluftlabor“, auf dem wegweisende Innovationen wie die Gum-Dipped-Technologie oder moderne Slick-Rennreifen unter realen Rennbedingungen entwickelt und perfektioniert wurden.

Anlässlich des 125-jährigen Jubiläums von Firestone präsentiert die Ausstellung zahlreiche selten gezeigte Exponate, historische Rennreifen und Erinnerungsstücke aus den Archiven von Firestone und des Museums. Darüber hinaus stehen legendäre Fahrer im Mittelpunkt, die das Indianapolis 500 auf Firestone Reifen gewinnen konnten – darunter Mario Andretti, Al Unser, Parnelli Jones sowie Titelverteidiger Alex Palou.

Zu den besonderen Highlights zählen unter anderem ein Nachbau eines Gum-Dipped-Reifens aus dem Jahr 1932, originale Telegramme zwischen Harvey Firestone und Rennsportlegenden sowie die berühmte „490“-Jacke von Parnelli Jones. Die Ausstellung bietet damit Motorsportfans einen umfassenden Einblick in 125 Jahre Rennsport- und Innovationsgeschichte von Firestone.

Die Erfolgsbilanz von Firestone beim Indianapolis 500

Zwischen 1911 und 2025 gewann Firestone 76 der insgesamt 89 Indianapolis-500-Rennen, an denen das Unternehmen teilnahm. In den Jahren 1975 bis 1994 war Firestone nicht beim Indianapolis 500 vertreten. Der erste Sieg gelang bereits beim allerersten Indianapolis 500 im Jahr 1911 mit Ray Harroun – damals im Wettbewerb mit vier weiteren Reifenherstellern.

Sechs Fahrern gelang es bislang, das Indianapolis 500 in zwei aufeinanderfolgenden Jahren zu gewinnen – alle auf Firestone Reifen:

  • Wilbur Shaw (1939–1940)
  • Mauri Rose (1947–1948)
  • Bill Vukovich (1953–1954)
  • Al Unser Sr. (1970–1971)
  • Helio Castroneves (2001–2002)
  • Josef Newgarden (2023–2024)

Den bislang 76. Erfolg beim Indianapolis 500 feierte Firestone 2025 beim 109. Rennen mit Alex Palou, der dabei seinen ersten Indy-500-Sieg erzielte. Gleichzeitig war es der sechste Triumph von Chip Ganassi Racing bei diesem traditionsreichen Rennen.

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Firestone Siege beim Indianapolis 500 nach Jahren (Fahrer – Team)

1.     1911: Ray Harroun – Nordyke & Marmon Company

2.     1913: Jules Goux – Peugeot

1917–1918: Keine Rennen aufgrund des Ersten Weltkriegs

3.     1920: Gaston Chevrolet – William Small Company
(Sieg auf einem einzigen Satz Firestone Reifen)

4.     1921: Tommy Milton – Louis Chevrolet

5.     1922: Jimmy Murphy – Jimmy Murphy

6.     1923: Tommy Milton – H. C. S. Motor Company

7.     1924: Lora L. Corum und Joe Boyer – Duesenberg

8.     1925: Pete DePaolo – Duesenberg

9.     1926: Frank Lockhart – Pete Kreis

10.  1927: George Souders – William S. White

11.  1928: Louis Meyer (1/3 Siege) – Alden Sampson II

12.  1929: Ray Keech – M. A. Yagle

13.  1930: Billy Arnold – Harry Hartz

14.  1931: Louis Schneider – B. L. Schneider

15.  1932: Fred Frame – Harry Hartz

16.  1933: Louis Meyer (2/3 Siege) – Louis Meyer

17.  1934: Bill Cummings – H. C. Henning

18.  1935: Kelly Petillo – Kelly Petillo

19.  1936: Louis Meyer (3/3 Siege) – Louis Meyer

20.  1937: Wilbur Shaw (1/3 Siege) – Wilbur Shaw

21.  1938: Floyd Roberts – Lou Moore

22.  1939: Wilbur Shaw (2/3 Siege) – Boyle Racing Headquarters

23.  1940: Wilbur Shaw (3/3 Siege & erster Fahrer mit zwei Siegen in Folge) – Boyle Racing Headquarters

24.  1941: Floyd Davis und Mauri Rose – Lou Moore

1942–1945: Keine Rennen aufgrund des Zweiten Weltkriegs

25.  1946: George Robson – Thorne Engineering

26.  1947: Mauri Rose – Lou Moore

27.  1948: Mauri Rose – Lou Moore

28.  1949: Bill Holland – Lou Moore
(5. Teamsieg mit vier unterschiedlichen Fahrern)

29.  1950: Johnnie Parsons – Kurtis Kraft

30.  1951: Lee Wallard – Murrell Belanger

31.  1952: Troy Ruttman – J. C. Agajanian

32.  1953: Bill Vukovich – Howard B. Keck

33.  1954: Bill Vukovich – Howard B. Keck

34.  1955: Bob Sweikert – John Zink

35.  1956: Pat Flaherty – John Zink

36.  1957: Sam Hanks – George Salih

37.  1958: Jimmy Bryan – George Salih

38.  1959: Rodger Ward – Leader Cards

39.  1960: Jim Rathmann – Ken-Paul

40.  1961: A. J. Foyt – Bignotti-Bowes Racing

41.  1962: Rodger Ward – Leader Cards

42.  1963: Parnelli Jones – J. C. Agajanian

43.  1964: A. J. Foyt – Ansted-Thompson Racing
(Komplette Renndistanz auf einem Satz Firestone Reifen)

44.  1965: Jim Clark – Team Lotus

45.  1966: Graham Hill – Mecom Racing Team

46.  1969: Mario Andretti – STP Corporation
(Der rechte Hinterreifen hielt die komplette Renndistanz)

47.  1970: Al Unser – Vel’s Parnelli Jones Racing

48.  1971: Al Unser – Vel’s Parnelli Jones Racing

1975–1994: Firestone nahm nicht am Indianapolis 500 teil

49.  1996: Buddy Lazier – Hemelgarn Racing

50.  1997: Arie Luyendyk – Treadway Racing

51.  2000: Juan Pablo Montoya (1/2 Siege) – Chip Ganassi Racing

52.  2001: Helio Castroneves (1/4 Siege) – Team Penske

53.  2002: Helio Castroneves (2/4 Siege) – Team Penske

54.  2003: Gil de Ferran – Team Penske

55.  2004: Buddy Rice – Rahal Letterman Racing

56.  2005: Dan Wheldon – Andretti Green Racing

57.  2006: Sam Hornish Jr. – Team Penske

58.  2007: Dario Franchitti (1/3 Siege) – Andretti Green Racing

59.  2008: Scott Dixon – Chip Ganassi Racing

60.  2009: Helio Castroneves (3/4 Siege) – Team Penske

61.  2010: Dario Franchitti (2/3 Siege) – Chip Ganassi Racing

62.  2011: Dan Wheldon – Bryan Herta Autosport

63.  2012: Dario Franchitti (3/3 Siege) – Chip Ganassi Racing

64.  2013: Tony Kanaan – KV Racing Technology

65.  2014: Ryan Hunter-Reay – Andretti Autosport

66.  2015: Juan Pablo Montoya (2/2 Siege) – Team Penske

67.  2016: Alexander Rossi – Andretti Herta Autosport w/ Curb-Agajanian

68.      2017: Takuma Sato – Andretti Autospor (5. Indianapolis-500-Sieg für Andretti Autosport)

69.  2018: Will Power – Team Penske

70.  2019: Simon Pagenaud – Team Penske

71.  2020: Takuma Sato (2/2 Siege) – Rahal Letterman Lanigan Racing

72.  2021: Helio Castroneves (4/4 Siege) – Meyer Shank Racing

73.  2022: Marcus Ericsson – Chip Ganassi Racing
(5. Indianapolis-500-Sieg für Chip Ganassi Racing)

74.  2023: Josef Newgarden – Team Penske

75.  2024: Josef Newgarden – Team Penske
(10. Indianapolis-500-Sieg für Team Penske)

76.  2025: Alex Palou – Chip Ganassi Racing
(6. Indianapolis-500-Sieg für Chip Ganassi Racing)

 

 


[1] Die spezifischen Eigenschaften der Enliten Technologie variieren je nach Reifenprodukt. Die tatsächliche Leistung kann abhängig von Reifen- und Fahrzeugwartung, Straßenbedingungen sowie Fahrweise unterschiedlich ausfallen.

[2] Diese Materialien sind durch das International Sustainability and Carbon Certification (ISCC) System zertifiziert, das Transparenz und Rückverfolgbarkeit nachhaltiger Rohstoffe entlang der Lieferkette sicherstellt. Die Zuordnung der recycelten Materialien erfolgt nach dem ISCC-Massenbilanzansatz. Weitere Informationen zur ISCC PLUS Zertifizierung unter: www.iscc-system.org