Bridgestone Tipps: Nasses Laub, tiefstehende Sonne, rutschige Straßen – so kommen Autofahrer sicherer durch den Spätherbst
Der Spätherbst bringt nicht nur bunte Blätter und goldene Sonnenstunden mit sich, sondern auch einige Gefahren im Straßenverkehr. Nasses Laub, feuchte Fahrbahnen und eine tiefstehende Sonne können die Sicherheit erheblich beeinträchtigen. Bridgestone erklärt, worauf Autofahrer jetzt achten sollten und gibt sechs Tipps für eine sichere Fahrt durch die Herbstmonate.
Wenn die Temperaturen sinken und sich Laub auf den Straßen sammelt, verändern sich die Fahrbedingungen. Viele Autofahrer verbinden rutschige Straßen vor allem mit Schnee und Eis. Doch bereits im Herbst können nasses Laub, Feuchtigkeit und niedrige Temperaturen die Straßenhaftung beeinträchtigen.
„Viele Autofahrer unterschätzen, wie stark nasses Laub die Straßenhaftung beeinträchtigen kann“, erklärt Christian Mühlhäuser, Bridgestone Vice President Europe Consumer Replacement. „Wer zu schnell fährt oder zu wenig Abstand hält, riskiert gefährliche Situationen, wenn der Bremsweg länger ausfällt als erwartet. Gerade im Herbst ist deshalb eine vorausschauende Fahrweise besonders wichtig.“
Rechtzeitig an den Reifenwechsel denken
Neben nassem Laub und feuchten Straßen können auch sinkende Temperaturen zur Herausforderung werden. Besonders morgens und abends kann es bereits empfindlich kalt sein. Wer noch mit Sommerreifen unterwegs ist, sollte deshalb rechtzeitig an den Wechsel auf wintertaugliche Bereifung denken.
In Deutschland gilt eine situative Winterreifenpflicht: Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte dürfen Pkw nur mit geeigneten Winter- oder Ganzjahresreifen gefahren werden. Diese müssen das Alpine-Symbol tragen. Eine reine M+S-Kennzeichnung reicht seit Oktober 2024 nicht mehr aus.
„Winterreifen sind speziell auf niedrige Temperaturen und winterliche Straßenverhältnisse abgestimmt“, betont Christian Mühlhäuser. „Ihre Gummimischung und das besondere Profil sorgen bei Schnee und winterlicher Glätte für die notwendige Haftung. Entscheidend ist aber auch, regelmäßig den Reifendruck und die Profiltiefe zu kontrollieren.“
Die gesetzliche Mindestprofiltiefe beträgt in Deutschland 1,6 Millimeter. Für zusätzliche Sicherheitsreserven empfehlen Experten bei Winterreifen jedoch eine Profiltiefe von mindestens vier Millimetern.
Sechs Tipps für sicheres Autofahren im Herbst
1. Geschwindigkeit reduzieren: Die tief stehende Sonne kann die Sicht auf andere Fahrzeuge, Radfahrer und Fußgänger erheblich einschränken. Wer langsamer fährt, verschafft sich mehr Zeit, um auf mögliche Gefahren zu reagieren.
2. Ausreichend Abstand halten: Auf nassen oder mit Laub bedeckten Straßen kann sich der Bremsweg verlängern. Als Orientierung dient die Drei-Sekunden-Regel. Bei starker Blendung oder schwierigen Straßenverhältnissen sollte der Abstand entsprechend vergrößert werden.
3. Windschutzscheibe sauber halten: Schmutz, Schlieren und beschlagene Scheiben verstärken die Blendwirkung der Sonne. Deshalb die Windschutzscheibe regelmäßig von innen und außen reinigen und für eine gute Belüftung sorgen.
4. Sonnenblende und Sonnenbrille nutzen: Die Sonnenblende und eine geeignete Sonnenbrille können störende Reflexionen reduzieren. Auch eine leicht veränderte Sitzposition kann helfen, die Sicht zu verbessern.
5. Abrupte Fahrmanöver vermeiden: Auf nassen, kalten oder mit Laub bedeckten Straßen kann die Haftung eingeschränkt sein. Plötzliche Lenkbewegungen und starkes Bremsen sollten deshalb möglichst vermieden werden.
6. Vorsicht bei Sonne und Schatten: Besonders auf Waldstrecken und in schattigen Straßenabschnitten kann sich nächtlicher Raureif länger halten. Autofahrer sollten ihre Geschwindigkeit frühzeitig anpassen und mit wechselnden Fahrbahnbedingungen rechnen.
Ob nasses Laub, tief stehende Sonne oder erste frostige Temperaturen: Wer seine Fahrweise anpasst, ausreichend Abstand hält und auf die richtige Bereifung achtet, ist auch bei wechselhaften Herbstbedingungen sicherer unterwegs.